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Monday, July 16, 2018

Studies about optimisation of Tolerance Mating Stations to increase the Breeding Success

Systematic selection will result in stock with improved disease resistance. The purpose of tolerance mating stations is to spread the selection progress into the beekeeping community

[Translate to en:]

Zu diesem Zweck werden die Drohnenvölker auf Toleranzbelegstellen ganzjährig unter Varroa-Befallsdruck gehalten. Nur Völker die es schaffen, trotz Varroabelastung gesunde, vitale Drohnen großzuziehen werden ihre Gene weitergeben können.

Das Prinzip von Toleranzbelegstellen setzt ein spezielles Management des Belegstellenbetriebes voraus. Dies ist zum Einen die kontinuierliche Erfassung des Befallsverlaufes der Drohnenvölker zur Sicherstellung das die Schadschwelle der Varroabelastung nicht überschritten wird. Zum Anderen erfordert der Betrieb einer Toleranzbelegstelle die Aufstellung zusätzlicher Drohnenvölker im Vergleich zu anderen Belegstellen um dem Parasitierungsgrad der Völker und damit dem Ausscheiden eines Teils der Drohnen (ein parasitierter Drohn hat kaum Chancen zur Paarung zu kommen) am Paarungsgeschehen Rechnung zu tragen.

Im Rahmen des von der BLE geförderten Projektes zur Auslese und Verbreitung vitaler Honigbienen werden zu dem Betrieb von Toleranzbelegstellen wissenschaftliche Begleituntersuchungen durchgeführt, die darauf abzielen, zu klären:

1.    in welchem Maße der Infektionsgrad der Drohnenvölker von Toleranzbelegstellen Auswirkungen auf den Paarungsanteil von Drohnen außerhalb des Belegstellenschutzkreises hat

und

2.    inwieweit durch Veränderungen der Drohnenvölkeranzahl eine hinreichend sichere Anpaarung erreicht werden kann

Die entsprechenden Untersuchungen finden vorerst an den beiden Toleranzbelegstellen Gehlberg und Hassberge statt. Hierzu wurden Drohnensammelplätze im Einzugsgebiet der beiden Belegstellen identifiziert. Durch wiederholte Drohnenfänge auf den Sammelplätzen, Markierung der Drohnen, Kontrolle der umliegend Völker auf markierte Drohnen und Bestimmung des Anteils markierter Drohnen bei Wiederfängen kann das Einzugsgebiet dieser Sammelplätze bestimmt werden und eine Abschätzung der Anzahl Drohnen auf den Sammelplätzen erfolgen.

In wöchentlichen Abständen wurde dabei die Anzahl Drohnenvölker an den Belegstellen verändert umso zu sehen inwieweit eine Zu- oder Abnahme der Anzahl Drohnenvölker sich in der Anzahl Drohnen auf den Fangplätzen widerspiegelt und Einfluss auf den Anpaarungserfolg gleichzeitig aufgestellter Königinnen nimmt. Die ersten vorläufigen Ergebnisse belegen, dass mit Veränderungen der Anzahl Drohnenvölker in der Nähe der Belegstelle entsprechende Veränderungen in der abgeschätzten Anzahl Drohnen auf den Sammelplätzen auftreten. D.h. werden mehr Drohnenvölker aufgestellt, nimmt die Anzahl der Drohnen auf den Sammelplätzen entsprechend zu und umgekehrt. Neben diesem, zu erwartenden, Ergebnis ist die Beobachtung interessant, dass die Drohnen sich bei der Wahl des Sammelplatzes sehr konservativ verhalten haben. Trotz mehrerer Sammelplätze im Einzugsgebiet der Belegstelle war bei den Wiederfängen ein hohes Maß an Ortstreue der gefangenen Drohnen festzustellen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, wurden die Drohnen die auf einem Drohnensammelplatz gefangen und markiert wurden, bei Wiederfängen auf dem gleichen Platz gefangen. Bei den Kontrollen der Drohnenvölker konnten aber die Drohnen der verschiedenen Sammelplätze (erkennbar durch unterschiedliche Markierungen) bunt gemischt im gleichen Volk festgestellt werden. Weitere Ergebnisse werden die molekulargenetischen Untersuchungen liefern die an den Drohnen der Drohnensammelplätze und den Nachkommen der auf den Belegstellen gleichzeitig angepaarten Königinnen durchgeführt werden. Von diesen Untersuchungen versprechen wir uns Erkenntnisse zum Anteil an Fremddrohnen auf den Sammelplätzen und dem Anteil an Fremddrohnen in der Anpaarung der Königinnen in Abhängigkeit von der unterschiedlichen Anzahl Drohnenvölker. Diese Untersuchungen sind aber zurzeit noch nicht abgeschlossen.

 

23.09.2010