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Sonntag, 20. August 2017

Erfahrungen mit den Bienen von Herrn Herrmann

Während der Arbeitstagung der Züchter im Triesdorf, 07.11.2015, haben wir Herrn Herrmann als einen sehr engagierten und erfahrenen Imker kennengelernt. Wir tauschten unsere Informationen aus und blieben in Kontakt.

Innerhalb der BeeBreed/AGT Daten die Angaben der Eltern von Königinnen die ich schon habe und die von Herr Herrmann, angeschaut. Ebenso in den Zuchtplanung nach Testresultaten geschaut, bei denen Töchter von den Königinnen des Herrn Herrmann mittels KI befruchtet werden durch Drohnen von einem Teil meiner Königinnen. Darüber hinaus sprach es uns an, das die AGT-Arbeitsgruppe Sachsen–Anhalt seit 2010 die Varroa-Selektionskriterien einseitig verschärft hat hinsichtlich der geltenden AGT-Norm. Völker mit einer strengeren Varroa-Norm wurden bei der Befruchtungsstation in Hundeluft aufgestellt, dessen Manager Herr Hermann ist. 

Das hat uns dazu geführt , um bei Herrn Herrmann Larven zu holen. 

Nach einer gründlichen Vorbereitung mit einem speziellen 5-Waben Anbrüter und Reisedokumente abgereist. Von Mierlo (NL) nach Thießen (D), ca. 600km. 

22 Larven von 14-122-66-2014K und 22 von 14-122-55-2014 umgelarft. 24 Stunden im Keller bei Herrn Herrmann und dann mit einer Übernachtung zurück nach Mierlo. Wir sind in 2 Etappen , 2x mal 300km, gereist, um den Bienen für die Pflege optimale Ruhe zukommen zu lassen. Wir waren sehr neugierig, 20 min. nach eine Reise von um 300 km, nachgeschaut ,was angenommen war. 

Insgesamt waren 33 von 44 Larve angezogen. Am Ende waren 28 Königinnen befruchtet. Ein Teil am Stand (F1) und 8 mit künstlicher Besamung. Kombinationen sind: Tochter von 14-122-66-2014K befruchtet mit Drohnen von Töchter 11-1-11245-2013K. Und 14-122-66-2014K X 11-1-11249-2013K und 14-122-55-2014 X 11-1-11245-2013K und 14-122-55-2014 X 11-1-11249-2013K. 

Die Aufzucht (KB)Königinnen in MiniPlus. Hierzu zwei kg Mittelwanden kaufen müssen. Es stellte sich heraus, dass diese gefälscht waren! Am Anfang habe ich nicht verstanden was los war. Die Zuchtvölker mit künstlich besamten Königinnen entwickelten nicht vollständig, während die Eiablage gut war. 

Die Wirtschaftsvölker und die Kirchhainer Begattungskästchen entwickelten perfekt! Lange Zeit habe ich mich gefragt, was ich falsch gemacht habe? Und so lief in der Zwischenzeit meine ganze Zucht durcheinander! 

Im August und September alles daran getan um dieses genetische Material zu retten. 

Durch alte doch gute Wabe anzubieten, aber das war nicht genug. Im September Waben mit verdeckelter Brut dazu gegeben. Die mit Varroa belastenden Zellen wurden sofort aufgeräumt! Ich hatte das vorher noch nie gesehen! 

Die Bienen dachten an den Winter und wollten nicht mehr wachsen! Im Oktober und November Königinnen, aus guten Wirtschaftsvölker, ersetzt mit Königinnen von Herrn Herrmann. Dabei auch noch 6 kleine Völker auf einem Dachboden im Dunkeln bei 3 bis 8 überwintern lassen. 

Die Auswinterung verlief für alle Völkern am Anfang problematisch! Seit 2 Jahren gibt es hier eine enorme Konkurrenz. Bis Ende Mai stehen hier ca. 300 Völkern im Umkreis von 1500m und mäßige Tracht-verhältnissen. Und dann das kalte Wetter von April und Mai! Ohne Vereinigung oder Verstärkung, nach Rate der Anfangsstärke, die Völker kritisch beobachtet. Es war auffällig, wie die Völker sich entwickelten. Eine perfekte Anpassung an die schlechten Wetterbedingungen und dann sehr explosiv als möglich! Natürlich sind die Wetter und Tracht-Verhältnissen einkalkuliert. Z.b. 3 Völker meine Freundin, F1-Töchter von 14-122-55-2014 stehen in Belgien ohne Konkurrenz und mit sehr guten Tracht-verhältnissen. Jedes Volk hatte am 15. April 25 Mittelwände (DN) ausgebaut, bestiftet und teils mit Honig gefüllt! Bei mir mußten sich mehrere Völker neu entwickeln und warteten auf Tracht... In der Zwischenzeit nach einem neuen Platz für meine Bienen gesucht. Ich wandere nie mit den Bienen. Einen Platz gefunden der jetzt mit 3 Völkern getestet wird... 

Bisher habe ich mich beschäftigt mit die Wiederaufbau meiner Völker. Der bisheriger Zuchtplan wurde teilweise bis 2018 verschoben. 

Meine bisherigen Erfahrungen mit die Bienen von Herrn Herrmann: 

Ich bin begeistert über die volle Breite!... 

Bei einer begrenzten Anzahlt Völker, welche teilweise vergleichbar sind, ist die Honigproduktion und der Umgang mit Varroa bemerkenswert. 

Jetzt wurden von 6 KB-Königinnen Drohneneier und eine Probe Bienen auf das Vorhandensein von Viren an der Universität von Gent(B) untersucht. (DWV, BQCV, SBV, ABPV) Die Ergebnisse helfen bestimmt für die Zucht und die Verteilung von Larven im nächsten Jahr ... 

Autor und fotos: Nico van den Boomen.

27.07.2017