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Saturday, September 26, 2020

Time to start the Pin Test in the new season!

The cleaning rate of manipulated brood cells is an important criterion of tolerance.

[Translate to en:] Wie intensiv das Verhalten ausgeprägt ist, wird mit dem Nadeltest geprüft. Mindestens zweimal, besser sogar dreimal zwischen Ende April und Mitte Juli werden Zellen gestochen.

 

Den Nadeltest jetzt durchzuführen, hat mehrere Vorteile. Die Völker sind noch überschaubar groß und haben trotzdem sehr schöne verdeckelte Brutflächen. Und der Honigraum ist vielleicht schon aufgesetzt, aber erst in den Anfängen gefüllt, also noch leicht. Mit gefüllten Honigräumen ist es deutlich mühsamer.

Ich mache den ersten Test, bevor ich in den Raps wandere. Die Völker sind jetzt noch gut erreichbar. Und dann geht es Anfang Juni nach der Rapsernte weiter mit Nummer zwei und drei.

 

Und wie geht er nun, der Nadeltest? In  einer Routinekontrolle sollte man sich Brutflächen mit dicken Rundmaden markieren, die kurz vor dem Verdeckeln stehen. Eine Woche später haben diese Maden das ideale Puppenstadium erreicht, sie haben rosa bis rote Augen.

Ist solch eine Brutfläche gefunden, wird die Schablone aufgelegt und die spitzen Ecken beispielsweise mit einem Edding markiert.

Oben links beginnend werden nun 50 Zellen mit einer Insektennadel zentral bis zum Zellboden durchstochen, reihenweise immer von links nach rechts. Die 51. Zelle wird markiert. Damit ist der Versuchsbereich festgelegt.

Weitere wichtige Markierungen werden auf dem Rähmchenoberträger über der Versuchsfläche und außen auf der Zarge angebracht, wenn diese wechselt, mal oben, mal unten. Wie sehr eine gute Markierung das Wiederfinden erleichtert, wird man merken, wenn man es mal vergessen hat.

 

Die Wabe wird an die gleiche Stelle zurückgehängt und das Volk wird verschlossen.

 

Nach ca. 12 Stunden erfolgt die Kontrolle. Und zwar genau in der Reihenfolge, in der gestochen wurde. Entscheidend für den Zeitraum ist eine Ausräumrate von 50 % im Durchschnitt des Prüfstandes. Danach sollte die Zeit verkürzt oder verlängert werden.

Zwölf Stunden sind etwas unglücklich, denn es heißt, am zeitigen Morgen stechen und abends kontrollieren oder abends stechen und morgens kontrollieren.

Wenn der Zuchtfortschritt zügig vorangeht, wird dieser Zeitraum sicher kürzer.

 

Die markierte Wabe wird gezogen, die Schablone aufgelegt und dann werden im Versuchsbereich alle Zellen, die noch verdeckelt sind oder Puppenreste enthalten, gezählt.

Für das Protokoll gibt es hier ein geeignetes Formular zum Ausdrucken: www.toleranzzucht.de/mitgliederservice/formulare/

 

Die Ausräumrate errechnet sich nach folgender Formel: (50 – nicht ausgeräumte Zellen) x 2

 

Das Ergebnis für die Dateneingabe ist der Mittelwert aus allen Ausräumraten, die für ein Volk ermittelt werden.

20.05.2010