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Sunday, 27. September 2020

Der Nadeltest wirkt gegen Kalkbrut

Die Verbesserung der Bruthygiene durch Zuchtauslese wirkt auch positiv auf die Resistenz gegenüber Kalkbrut

Am LIB Hohen Neuendorf konnten aus dem Datenbestand der Zuchtwertschätzung interessante neue Erkenntnisse zur Kalkbrut gewonnen werden, die die Toleranzprüfung in ein positives Licht rücken. In einem Beitrag, der in verschiedenen Fachzeitschriften erschienen ist, berichtet Prof. Dr. Kaspar Bienefeld über eine Auswertung zur Erblichkeit der Resistenz gegenüber Kalkbrut. Die Bruthygiene spielt dabei eine wichtige Rolle.

Eigentlich ist das Bruthygieneverhalten, das mit dem Nadeltest geprüft wird, ein Merkmal zur Verbesserung der Toleranzeigenschaften gegenüber der Varroamilbe. Ein verbessertes Hygieneverhalten lässt aber auch der Kalkbrut weniger Chancen. Hygienische Völker erkennen eine krankhafte Veränderung der Brut früher und beseitigen die Larven, bevor es zu einer Massenvermehrung des Erregers kommt. Deshalb sind die typischen Symptome der Kalkbrut, von Pilzmycel überwucherte Kalkbrutmumien, dort deutlich seltener zu finden.

Völker ohne Kalkbrut haben einen höheren Honigertrag und bessere Zuchtwerte für Honig und Varroa.

Den gesamten Beitrag können Sie hier herunterladen:

Dateien:
Bienefeld Kalkbrut schweizer Bienenzeitung 2010336 K
21.01.2011