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Monday, 30. November 2020

Die ACA – Ein Rückblick und Ausblick

Die Austrian Carnica Association (ACA) wurde 1992 von Dr. Pechhacker in Lunz am See gegründet und arbeitet seit fast drei Jahrzehnten erfolgreich mit deutschen Bieneninstituten und seit fast zwei Jahrzehnten erfolgreich mit der AGT zusammen.

Seit 2016, als meine Stellvertreterin Frau Dr. Thurner und ich die Leitung der ACA übertragen bekommen haben (seit 2015 kooptiert), hat sich die Mitgliederanzahl wieder verdoppelt. Erfreulich ist, dass vor allem junge Imker der ACA beitreten. Damit ist nicht nur die finanzielle Zukunft der ACA gesichert, sondern auch die Genetik der ACA Zuchtpopulation.

 

Unser erstes Ziel war die Varroa-Abwehr der ACA Zuchtpopulation noch schneller zu steigern. Wir haben daher Praxistage in ganz Österreich abgehalten, um den Züchtern den Nadel- und den Puderzuckertest vorzuführen. In Summe nahmen bis zu 120 Personen pro Jahr teil, und mittlerweile besitzen 70% der ca. 1400 Prüfvölker einen vollständigen Varroa-Zuchtwert. Das hat dazu geführt, dass die Varroa-Abwehr der ACA Zuchtpopulation seit 2015 nicht mehr unter der Varroa-Abwehr der Carnica-Gesamtpopulation liegt (Abbildung 1).

 

 

Abbildung 1: Die Entwicklung des Varroa-Zuchtwerts zeigt eindeutig, dass der leider verstorbene Obmann und Gründer der ACA, Herr Dr. Pechhacker, eine ausgezeichnete Vorarbeit geleistet hat, welche wir erfolgreich weiterführen konnten.

 

Unsere nächsten Zuchtziele sind eine vollständige Varroa-Abwehr über die künstliche Besamung mit einem Drohn je Königin, das vollständige Ausmerzen von fremdrassigen Einkreuzungen, die Steigerung des Gesamtzuchtfortschritts der ACA Zuchtpopulation über ausreichend große Vollgeschwistergruppen, der Erhalt der genetischen Vielfalt über eine bessere Belegstellenverwaltung und die Erhöhung der Paarungssicherheiten auf den Belegstellen (Belegstellenkontrollen seit 2019).

 

Dr. Martin Kärcher, Obmann der ACA

09.07.2020