Sie sind hier: Home
Deutsch
English
Français
Nederlands
Freitag, 15. November 2019

Praxistag AGT 2019 In Blumberg und Belegstelle Hoher Randen

Am 29.6 2019 um 9.30 Uhr trafen die ersten Gäste des Praxistags der Arbeitsgruppe für Varroatoleranz ein. Sie wurden mit Kaffee und Kuchen im Saal der Freiwilligen Feuerwehr in Blumberg empfangen.

Am 29.6 2019 um 9.30 Uhr trafen die ersten Gäste des Praxistags der Arbeitsgruppe für Varroatoleranz ein. Sie wurden mit Kaffee und Kuchen im Saal der Freiwilligen Feuerwehr in Blumberg empfangen.

Als Erster begrüßte uns der Vorsitzende der Badischen Imker Klaus Schmieder.

Danach nahm das Wort der Vorsitzende der AGT Friedrich-Karl Tiesler. Er erläuterte uns die Wichtigkeit, warum wir unbedingt in unseren Prüfvölkern die Befallsentwicklung messen müssen und Vorselektion betreiben sollen. Denn nur so sind in der Varroatoleranz weitere Fortschritte zu erzielen. 4 A Völker sollen auf gute Toleranz geprüft werden.

Die Toleranzbelegstellen dienen dazu auf Varroatoleranz zu selektionieren um immer wieder eine Verbesserung zu erzielen.

Am letzten Praxistag 2018 in Triesdorf konnten wir beobachten, dass wahrscheinlich auch Drohnen Duftstoffe abgeben und sich auf Drohnensammelplätze anlocken.

Viel verspricht sich Herr Tiesler vom neuen SMR Projekt, insbesondere, dass durch neue Erkenntnisse und Fortschritte weitere Linien aufgebaut werden können.

Dank des BLW und vieler Züchter, die bei den Projekten mitmachen wird diese wichtige Arbeit einmal Früchte tragen.

Leo Famulla ist der Zuchtobmann der AGT für Baden und neu auch für Württemberg zuständig. Er ist außerordentlich daran beteiligt, dass immer mehr Züchter über guten Zuchtstoff verfügen und diesen auch ständiger Leistungsprüfung unterziehen. Nur so kann man die Ergebnisse der Zuchtarbeit beurteilen.

Er bedankte sich für die Unterstützung bei den Schulungen beim Bruno Binder-Köllhofer dem Fachberater für Imkerei.und den beiden Imkerverbänden BadenWürttemberg

LeoFamulla schnitt auch kurz die Paarungssicherheiten auf den Belegstellen an. Sollte die Reinzucht nicht möglich sein, hat er empfohlen auf instrumentelle Besamung auszuweichen.
Probleme gibt’s auf Belegstellen, in deren Nähe die Wanderimker eine Spättracht anwandern.

Herr Dr. Ralph Büchler vom Bieneninstitut Kirchhain orientierte uns über verschiede Projekte der AGT Carnica und GdeBuckfast. Es handelt sich dabei um VSH, SMR und Recapping.

Die Brutwabenproben können untersucht werden, wenn 2-3%Milben enthalten sind. Leider sind die Messungen sehr aufwendig. Die Proben werden entnommen und nach Kirchhain geschickt und dort geprüft. Die Daten der Auswertung werden nach Hohen Neuendorf weitergeschickt.

Es wird auch das Recapping weiter geprüft. Dort wo der Cocon fehlt, wurde durch die Biene die Varroa erkannt und die Zelle geöffnet.
Im Weiteren wird auch an der Varroa-Sensitive-Bruthygiene (VSH) weiter gearbeitet.

Es gibt heute schon Völker, die 100%-es Ausräumverhalten zeigen.

Unsere Arbeit besteht darin, die Bienen mit guten Eigenschaften zu erkennen und zu selektionieren und welche Bienen keine Varroanachkommen haben, dies ist eine sehr große Herausforderung an uns

Ziel ist es, dass 50-60% keine Milbennachkommen mehr haben. Diese Komponenten sind aber nicht rein erblich bedingt.

Die AGT ist noch weit weg von diesen Werten aber weitere Erkenntnisse werden uns weiter bringen.

Wichtig ist, dass die geprüften Völker im Beebreed eingetragen sind und Vergleiche gemacht werden können.

Bei diesen geprüften Völkern sollte dann keine Winterbehandlung gemacht werden, weil Varroabefallene Völker ziehen weniger Drohnen auf. Die Spermienzahl ist niedriger mit Varroadruck belastete Völker kommen mehrheitlich die Drohnen zur Paarung die nicht von der Varroa geschädigt wurden.

Zweiter Teil Nachmittag

Am Nachmittag verschoben wir uns auf die AGT Belegstelle Hoher Randen, die sich in unmittelbarer Nähe der Schweiz befindet. Auf der Belegstelle sind 28 Drohnenvölker an 3 Orten aufgestellt.

Das Einmalige dieser Belegstelle ist mit Sicherheit die Nähe zur Schweizer B-Belegstelle Hasenbuck mit 8-10 Drohnenvölkern in Schaffhausen wo zum Glück vereinbart wurde die gleichen Drohnenvölker wie auf dem Hohen Randen zu halten. Ein Vertreter der Belegstelle aus der Schweiz Alex Wanner war am Nachmittag auch mit dabei.

Laut Information der Belegstellenverantwortlichen und Jürgen Mess wurden an den Drohnenvölkern keine Winterbehandlung vorgenommen. In einem Jahr werden durchschnittlich 600 Begattungseinheiten aufgeführt. Das Besondere auf dieser Belegstelle es können sogar drohnenfreie Ableger als Begattungseinheit aufgeführt werden. In den letzten Jahren verzeichnete der durchschnittliche Begattungserfolg 76%. Die Belegstelle ist offen jeweils samstags ab 18.30Uhr. Weitere Informationen sind unter Belegstelle Hoher Randen im Internet zu finden. Am zweiten Teil des Nachmittags wurde fürs leibliche Wohl gesorgt. Viele Salate, Brot und diverse Grilladen wurden aufgetischt. Die letzten Imker gingen erst am nächsten Tag nach Hause. Vielen herzlichen Dank den vielen Helfern und Organisatoren dieses gelungenen Tages bei wunderbarem Sonnenschein.

 

Peter Linder AGT Mitglied

25.07.2019