Süddeutscher Ringtausch stärkt Zusammenarbeit: AGT-Regionalgruppe Bayern setzt auf gemeinsame Zuchtstrategie


Beim Online-Treffen der AGT-Regionalgruppe Bayern nahmen rund 40 Züchterinnen und Züchter teil. Die Begrüßung übernahm Rüdiger Wintersperger, der neben den bayerischen Teilnehmern auch Gäste aus anderen Regionen willkommen hieß, darunter Thomas Reichert und Christian Wolf aus Baden-Württemberg. Hintergrund dieser erweiterten Einladung ist die geplante Ausweitung des Ringtauschs auf den gesamten süddeutschen Raum.
Thomas Reichert berichtete von der Zuchtobleutetagung in Oberwiesenthal, bei der insbesondere intensive Diskussionen rund um das Zuchtwertschätzungsprogramm BeeBreed geführt wurden. Ergänzend erläuterte Wintersperger, dass die Einbeziehung von SDI-Völkern in die Berechnung nur marginale Unterschiede bewirkt
Florian Schmidt konnte einen weiteren Meilenstein verkünden: Die agt hat inzwischen über 400 Mitglieder. Zudem stellte er praxisnah die Nutzung des BeeBreed-Portals vor, insbesondere zur Informationsgewinnung über Züchter sowie zur Dateneingabe und Leistungsprüfung. Auch neue Funktionen und die Möglichkeit zum Druck von Zuchtkarten zur besseren Vermarktung von Königinnen wurden hervorgehoben. Diskutiert wurde zudem die „Open-Source-Lizenz“-Option, die verhindern soll, dass genetisch wertvolles Material patentiert wird.
Wintersperger berichtete über steigende Mitgliederzahlen und eine gut strukturierte Verteilung der sechs Toleranzbelegstellen in Bayern und Baden-Württemberg mit großer Linienvielfalt.
Der Ringtausch wird bewusst offen organisiert, um den organisatorischen Aufwand gering zu halten.
Ein zentrales Thema war die Erhöhung der Sicherheit in der Zuchtwertschätzung. Wintersperger verdeutlichte, wie entscheidend eine umfassende Datenerfassung und die Zusammensetzung der Prüfstände sind. Statt ausschließlich Vollschwestern zu prüfen, führt die Einbeziehung unterschiedlicher Anpaarungen zu deutlich zuverlässigeren Ergebnissen. Ein optimaler Prüfstand umfasst etwa zwölf Königinnen aus verschiedenen genetischen Herkünften sowie 2x2 Königinnen zur Fremdprüfung.
Abschließend wurde die Bedeutung einer engen Kommunikation zwischen Züchtern und Prüfern betont, ebenso wie die vollständige Dokumentation aller Königinnen – auch bei Verlusten. Das Fazit des Treffens fiel eindeutig aus: Die Zusammenarbeit funktioniert und bildet eine starke Grundlage für die zukünftige Zuchtarbeit.